Da Gloria am See

Heute war ich mit meiner Familie am See und wir wollten in aller Ruhe den wunderschönen Sonntag genießen. Leider gab es eine Störung durch eine andere Familie, die sich komplett entkleidete, was in den Augen der meisten anderen Seebadgäste für ein öffentliches Ärgernis sorgte. Es begann ein wüstes Wortgefecht und schließlich ein Handgemenge, in das auch 1-2 Burkaträgerinnen, Nonnen, Jugendliche und eine vermummte Motorradgang verwickelt waren. Es kam also zu einer Vermengung verschiedener, teils weltlicher, teils religiöser, aber auch generationen- und motorradbezogener Probleme. Meine Frau und meine Kinder waren besorgt und wollten mich zurückhalten, doch ich musste einfach helfen. Ich nahm mein Megafon, dass ich immer dabei habe, und rief besonnen: LIEBE FREUNDE, ICH BINS, DA GLORIA WEISSINGER. HIER IST DOCH GENUG PLATZ FÜR ALLE. KÖNNEN WIR DENN NICHT EINFACH SACHLICH MITEINANDER AUSKOMMEN? Und schon lagen sich alle applaudierend in den Armen und meine Kollegen von der Hundertschaft, die ich natürlich vorher umsichtig alarmiert hatte, sorgten bei denen, die unbedingt wollten, noch mit Wasserwerfern für Abkühlung.

Kurzfilm: Ars Aeterna

Idee für einen Kurzfilm: Ein Rapper sitzt in einschlägiger Montur und ernst auf einem Trecker und fährt querfeldein über abgeerntete Felder. Dabei wird er auf dem Sitz schön durchgeschüttelt. Das Bild muss auch leicht ruckeln. Etwa 3 Minuten nichts anderes, nur das Geräusch des Treckers, keine Musik.

Dann Schnitt und die Einstellung einer Schwarzwälder Kuckucksuhr, die langsam auf Punkt 12 Uhr zutickt. Und dann springt das Holztürchen auf und raus kommt tonlos ein Miniaturtrecker aus Holz und eine Stimme sagt laut: „ARS AETERNA!“

Wieder Schnitt. Eine Kinderhand stellt einen Spielzeugtrecker in den Stauraum eines Playmobil-Piratenschiffs, trägt es ins Badezimmer und lässt es in der halbgefüllten Wanne „absaufen“, bis es komplett aufhört zu blubbern, was etwas dauern kann.

Dann kurz dunkel, dann Abspann.