Blogbuch: Portemonaie

Jeder kennt es, das Gefühl innerer Unruhe, bald Gereiztheit, ein Gefühl diffuser Unzufriedenheit: Eine Veränderung muss her. Manche färben sich die Haare, kaufen einen vierbeinigen Freund, andere fahren zur See oder machen einfach eine Social Media-Pause (rofl). Bei mir ist es dann immer Zeit für ein neues Portemonaie. Im alten sind keine Pfundnoten mehr, es kann weg.

Was viele nicht wissen: Porte Monaie ist auch ein Fischerdorf auf der portugiesischen Azoreninsel Flores. Das Fischerdorf ist ganz aus Leder. Die 150 Einwohner verhalten sich wie Kreditkarten, Personalausweise und Quittungen. Bezahlt wird aber in bar.

Da Gloria: Silvester

+++ STELLUNGNAHME SILVESTER +++

Liebe Freunde,

zuallererst möchte ich Euch allen die besten Neujahrswünsche übermitteln.

Viele haben auf eine Stellungnahme der Da Glorias zur Silvesternacht in Köln gewartet. Da Marcus Da Gloria Martins der Trubel um seine Person aus Gründen der Bescheidenheit zuviel wurde, konnte er das leider nicht übernehmen. Nun werde ich also einige wenige, unaufgeregte Sätze dazu placieren, ohne mich in den Vordergrund zu spielen.

Die Beamten in Köln hatten im Laufe des Jahres 2016 viel Kritik einzustecken, die teilweise berechtigt war. Das betraf den Einsatz in der Silvesternacht 2015 in all seinen Facetten, angefangen davon, dass gar keiner stattgefunden hatte bis hin zur Kommunikation dieses Umstands.

Deshalb setzte man sich zusammen und war sich nicht zu fein, auch mal um Rat bei uns in München zu fragen. Ergebnis war ein umfangreiches Sicherheitskonzept, das vorsah, alle Fehler, die im Vorjahr gemacht worden waren, sozusagen in ihr Gegenteil zu verkehren. Wie man im WDR-Fernsehen kurz vor 0 Uhr sehen konnte, gab es dieses Jahr keine unschönen Szenen, sondern nur Bilder von Polizisten, gefolgt vom „Dicken Pitter“. Zurecht waren die Fernsehzuschauer zufrieden.

Dem Vorwurf des sogenannten „racial profiling“ oder auch Rassismus sollten sich die Kollegen ruhigen Gewissens stellen und ihn mit guten Argumenten widerlegen, etwa dem, dass es racial profiling schlicht nicht gegeben hat und man auch mal „Danke Polizei“ sagen sollte.

Erinnern möchte ich an dieser Stelle auch an die Tiere der Reiterstaffel, die einen ausgezeichneten Eindruck hinterließen. Den Kollegen, die für die Haltung und Ausbildung zuständig sind, ein dreifaches „Hü-Hot“.

Liebe Freunde. Freiheit ist ein wertvolles Gut, das durch Sicherheit zur vollen Geltung kommt. Doch sind auch Minderheiten Menschen. Wir sollten lernen, wieder mehr miteinander zu reden und der Polizei dabei vertrauen, die auch nur ihren Job macht. Die Gesellschaft muss schon auch mitziehen.

Und nun, aufgesattelt! Das Jahr 2017 hat gerade erst begonnen.