Erinnerungen: Ruhrpottredaktion

Als ich mal in einer Lokalsportredaktion im Ruhrgebiet jobbte, trug mir der schon etwas ältere Kollege, der mit mir Schicht hatte und den ganzen Vormittag gut Kaffee mit Weinbrand getankt hatte, auf, ich solle, während er Gyros essen geht, auf sein Telefon achten, das schon mehrmals lange geklingelt hatte, ohne dass er rangegangen wäre. Wie sich nachher rausstellte, war das einer vom Vorstand des örtlichen Judovereins, der sich darüber beschweren wollte, dass in einer „Reportage“ über den erfolgreichsten Jungathleten des Clubs, der sich damals anschickte, in die Judobundesliga zu wechseln, garnicht erwähnt worden sei, dass er einfach alles, was er könne, seinem Vereinstrainer Torsten soundso zu verdanken habe, dabei sei das mehrfach betont worden und „der Journalist“ (mein Weinbrand-Gyros-Kollege) hätte das auch alles mitgeschrieben. Zufällig lag am Platz des Kollegen sein Notizblock und ich konnte es mir nicht verkneifen, zurückzublättern, um etwaige Judonotizen zu lesen. Und da stand neben einigen gekritzelten Namen, Jahren usw groß TORSTEN DIE SAU.

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