Der Junge der die Blätter zählen muss und der Marabumann

Es sind an einer niedrigen, langgezogenen Backsteinmauer zur Straße lauter Sträucher und Pflanzen. Der Junge muss alle Blätter zählen und sie verstehen es nicht. Drinnen sitzt jemand und weint ohne Tränen und ein Topf mit Erde steht im Fenster. Es waren Leute da, sie sagten dem Jungen, er müsse die Blätter nicht zählen, es seien auch zuviele. Aber er muss und steht im Regen und schafft es für immer nicht. Es ist zu schwer. Es sind zuviele Blätter. Bis eines Vormittags ein Mann mit Marabukopf neben ihm steht. Der Junge hat ihn angesehen und der Marabumann ihn, und es war, als wisse er, dass er die Blätter zählen muss. Er hat eine Schatulle mit kleinen Marabuköpfen drauf in den Händen und gibt sie dem Jungen. Als der Junge sie öffnet, fliegen aberviele kleinste Vögel heraus und flattern um die Blätter herum und von jedem Blatt steigt ein kleines, helles Licht nach oben. Die Vögel zählen sie und sie zählen alle. Der Marabumann legt eine Hand auf die Brust des Jungen und drinnen weint jemand Tränen in den Blumentopf. Im Fenster. Und es wächst. Es wächst sich aus.

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