Ins Land holen

„Ins Land holen“, „hätte sie (Merkel) doch garnicht nötig gehabt“, nichts weiter als populistisches Gewäsch, das ein plumpes, gedanken- und geistloses Wutbürger-Narrativ der ganzen Geschehnisse und Verantwortlichkeiten übernimmt. Die gut-bürgerliche, immer mit dem Bauch über den Boden schrammende Meinung und dazugehörige rhetorische Kleidung Lagerfelds, auch in Bezug auf den Holocaust und zeitgenössische Judenfeindschaft nicht „erfrischend“, sondern verblödet. Erzähle mir doch keiner, er habe eine Diskussion anstoßen wollen. Welche soll das sein. Eine über viel schärfere und entschlossenere Strafverfolgung von Judenhass in Deutschland und Europa? Eine über echte und tatkräftige Solidarität mit dem Staat der Holocaustüberlebenden in Zeiten von Deals mit Erdogan und den Mullahs? Meinetwegen auch eine über dezidiert islamischen Judenhass? Och bitte. Wer ganz aufgeregt von „Millionen schlimmster Judenfeinde“ spricht, Flüchtlinge irgendwie, Muslime jedoch ganz bestimmt meint, die garnicht hätten „geholt“ werden müssen, weil doch schon Millionen (da sind sie wieder) gut integrierter Migranten (von denen bekanntlich auch viel Muslime sind) da seien, was weniger oft mitzitiert wird, hat einfach irgendeinen wirren, ein- bis zweidrittel halbfalschrichtigen Scheiß erzählt. Da muss man dann schon genau hinschauen, wer sich alles dafür „bedankt“. Und für was.

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