Blogbuch: Putinfreunde

Gerade besonders angesagt bei Putinfreunden und -apologeten ist eine abgewandelte Form von „Thanks Obama/Danke Merkel“, die üblichen Witze dieses Genres („Schlechtes Wetter? Das muss Putin gewesen sein“) wollen vor allem die Morde des Putinregimes sekundierend unterstützen und sind de facto Teil der neuesten Desinformations- und Nivellierungskampagne des Kremls. Aber wen will diese programmatische Dummheit wundern: während in staatlich kontrollierten russischen Medien Mordanschlagsopfer explizit als „Verräter“ verhöhnt werden, „die meistens keine hohe Lebenserwartung haben“, gleichzeitig aber Verschwörungstheorien über Täter aus dem Westen verbreitet werden, stellen sich deutschsprachige Kommentatoren eben hin und sagen sinngemäß: „ja klar, ein russischer Dissident wurde vom Putinregime vergiftet, und ich bin der Kaiser von China“. Das ist der eigentliche Reiz des Dabeiseins bei dieser putin’schen Sache. Ein „zu plump“ gibt es nicht mehr, die Leute, denen einfach nichts zu dumm ist, sind wieder eingeladen, Teil einer sehr großen Bewegung zu sein.

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