Blogbuch: Der Reiz

Ich kann es ja durchaus nachvollziehen, den Reiz, sich drastisch auszudrücken, vermeintlich kontrolliert über ein Ziel hinauszuschießen. Immer diejenigen im Blick, die man aufrütteln und für ein Thema sensibilisieren will, und denen man andererseits in einem trolligen Sinne bestimmte Reaktionen entlocken will. Allerdings muss einem da auch klar sein, dass sich – wenn man das zu oft macht – das eigene Denken und Empfinden verändert. Irgendwann hat man sich sozusagen selbst überzeugt, wird von anderen zugleich darauf festgenagelt. Und dann kommt man nicht mehr zurück von seinem kruden Ausritt und vergaloppiert sich plötzlich aus voller Überzeugung. Dann hat man nicht nur ein Problem. Dann ist man eins.

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