Henning und Corona

„Henning?“
(keine Antwort)
„HENNING!!!!“
(Tür öffnet sich) „JA?!“
„Du Henning, ich habe ganz schlechte Nachrichten. Weil ich mit Arbeitskollegen zusammen war, von denen welche mit dem Corona-Virus infiziert waren, hab ich mir das Virus jetzt vielleicht auch eingefangen und wir müssen jetzt alle zwei Wochen zu Hause in Quarantäne bleiben, aber die Schulen haben ja eh geschlossen.“
„Gut.“
„Damit ich dich nicht anstecke, bleibe ich jetzt erstmal immer unten im Wohnzimmer, da schlaf ich auch und lass dich oben ganz in Ruhe“
„Gut“
„Essen zu bereiten ist auch schwierig, am besten du bestellst was auf meine Kreditkarte und holst es die immer von der Tür, du weißt ja leider, wie man damit bestellt.“
„Gut“
„Eistee ist kistenweise unten im Keller und Chips“
„Gut“
„Gut, mein Junge. Dann ist ja alles geklärt.“
„….Mama?“
(überrascht) „Ja?“
„Ich hab dich lieb.“
(gerührt, Tränen) „Ach Henning. Ich dich doch auch. Schön, dass wir wenigstens in so einer Krise zusammenstehen. Ich hab dich ganz doll lieb, deine Mama ist ganz stolz auf dich, hörst du?“
(keine Antwort)
„HENNING? “
(Tür geht wieder auf) „Was?“
„Hattest du gehört, was ich noch gesagt habe.“
„Ja, die Kreditkarte habe ich“

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