Ich habe eine Tasse

„Ich habe eine Tasse.“
„Was?“
„Eine Tasse.“
„Aha. – Schön.“
„Ja, ich fange Regen damit auf.“
„Aha.“
„Ja.“
„Ahja, ich seh schon, da ist auch schon einiges drin.“
„Ja, Regenwasser.“
„Ja.“
„Schon ne halbe Tasse.“
„Gut gut!“
„Und jetzt: zum Wohl.“ (trinkt aus)
„Und?“
„Gut. Schön nass.“
„Gut. Da vorn ist meine Ampel, ich muss.“
„Ich sammel den Regen 🙂
„Gott weiß, das tun sie. Und sie trinken ihn auch. Auf Wiedersehen.“
„Auf Wiedersehen.“

Idee für neue TV-Sendungen

– Bares für Bares:
„Was haben sie uns denn heute mitgebracht.“

„Ich hab hier einen Hundert-Euro-Schein, den mir meine damalige Frau noch vermacht hat. Den hab ich lang so mit mir herumgetragen, aber jetzt könnt ich doch mal wieder Bares gebrauchen.“

„Puh. Ist ja ein Älterer, ne. Wat hamse sich denn vorgestellt.“

„Joa schon so Hundert Euro, das wär meine Schmerzgrenze.“

„Nee also hehe, das wird natürlich schwierig.“

„Warum.“

„Ich fang mal bei 5 Euro an.“

„Nee das ist VIeL ZU WENIG“

„Sorry aber mehr als 20 Euro kann ich ihnen für 100 Euro nicht geben, ich muss das ja noch weiterverkaufen.“

„In die 100 Euro muss man auch noch einiges reinstecken.“

– Rares für Rares:

„Schönes Stück, auf jeden Fall. Für die Kommode gebe ich ihnen zwei Puppen und eine Geige.“

„Zwei Geigen!“

„Nix!“

– Klares für Rares:

„Dan fang ich mal an, also für 30 Euro gebe ich ihnen 4 Wacholder und 2 Aquavit.“

„Schälch Ehrdnüssr noch?“

„Ja komm. WEIL SIE MIR SYMPATHISCH SIND.‘

„Guh.“

Ich sah noch Licht

„Entschuldigen sie die Störung“
„Sie stören nicht.“
„Ich sah in ihrem Laden noch Licht.“
„Ja.“
„Und da dachte ich…“
„Ja, ja. Nicht wahr?“
„dass sie erstaunlicherweise..“
„Ja 🙂
„..noch geöffnet haben.“
„Ganz recht 🙂
„Ich habe keine Ambitionen“
„Sie sind hier nicht, um etwas zu kaufen, ja.“
„Ja, ich…kann. könnte mir, ich weiß nicht. Etwas kaufen, ich…habe keine Ambitionen.“
„Ja 🙂
„Sehen sie mal. Das ist mein Stock.“
„Ah. Oh, er ist wunderschön“
„Er hat einen Knauf aus..“
„Silber. Eine Hyäne.“
„Sehen sie, sie haben es schon gesehen“
„Ja 🙂 er ist wunderschön“
„Ich sah Licht und ihr Laden…“
„Ja. Noch auf 🙂
„Ich weiß nicht, was sie hier verkaufen“
„Ja 🙂
„Ich zeigte ihnen meinen Spazierstock“
„Ja. Er ist wunderschön.“
„Ich bin müde, vezejhen sie. Ich bin müde, ich gehe nun.“
„Ich wünsche ihnen zum Abschied alles Gute“
„In ihrem Laden war noch Licht“
„Ja 🙂
„Vielleicht komme ich einmal wieder.“
„Gern 🙂
„Auf Wiedersehen“
„Auf Wiedersehen!“

Fuchsinrot

„Das hat eine etwas merkwürdige Farbe.“
„Ja.“
„Was ist das?“
„Das ist fuchsinrot.“
„Fuchs in rot?“
„FuchsIEnrot.“
„Fuchs in rot?“
„Nein.“
„Merkwürdige Farbe.“
„Ja.“
„Fuchs….“
„FuchsIEnrot. Mit langen ‚i‘.“
„Fuchs ihn rot?“
„FuchsIEnrot.“
„Fuchs IHN rot?“
„Nein.“
„Merkwürdig.“
„Ja.“

Zähne verliehen Biss

Zähne verliehen Biss. Einst wuchsen sie aus der Schädelplatte der frühen Cephalopoden in die Oberarme. Mund und Hals entstanden. Der Hai, ein Wesen nur aus Gebiss und verstärkter Speiseröhre – eine Erfolgsgeschichte. Andere gingen kauend an Land. Erste Bananen und Mangos wurden verzehrt. Karies war die Folge. Heute isst man mit offenem Mund nurnoch bei Schnupfen. Wir wollen mehr Sandstrahl wagen und nach Kostenersatz fragen.

Dann wollen wir mal gucken

„So.“
„Jah..“
„Dann wollen wir mal gucken!“
„Jah, jah..“
„Sie hatten ja ihr Blut hier abgegeben.“
„Jah.“
„..dass wir mal gucken!“
„Jah, Jah.“
„Ob da alles in Ordnung ist.“
„Jah.“
„Da hab ich jetzt hier…“
„Jah“
„…die Ergebnisse…“
„Jah, jah.“
„…und ich kann ihnen saaagen…“
„Jah“
„…das sieht soweit…“
„Jah“
„…wobei…“
„Jah..“
„…oder nee.. „

„Hah…“
„…neee, das ist doch nicht…“
„Ah…“
„…und hier…“
„Ah“
„…haa..ben wir…“
„Jah“
„Nee, auch.“
„Hah“
„Ahja nee.“
„Ah..“
„Ahja.“
„Hah.“
„Gut!! Dann war’s das!‘
„Jah.“
„Auf Wiedersehen..“
„Jah“
„..und bringen sie bei Gelegenheit nochmal ein paar Liter Blut vorbei, dann gucken wir nochmal, ne.“
„Jah.“
„Tschüss!!!“
„Jah, jah.“

Auf dem Trödelmarkt

„Was soll denn diese Holzeisenbahn kosten?“
„Wenn sie fertig ist?“
„..wie?“
„Wenn sie fertig ist. Ach ^^ das war nur, sollte so ein Witz werden, es gibt doch den Spruch, ‚was soll das denn werden, wenn’s fertig ist’…“
„Ah..“
„Ja, war nicht so.. ^^“
„Och..“
„Sie sagten ja auch ‚kosten‘ und nicht ‚werden‘, klar…“
„Ja genau hehe“
„Manchmal fallen mir so Sachen ein, ich rede auch ziemlich viel, nicht so ernst nehmen.“
„Neenee hehe“
„Ist ja auch egal ^^ also was meinten sie, die Holzeisenbahn hier?“
„Äh…ja. Genau. Was soll die denn kosten?“
„Wenn sie fertig ist? 😀 😀
„Äheheh…“
„Ja 😀 Spaß!! 🙂
„…und? Was soll sie kosten?“
„…antworten sie doch mal spaßeshalber auf die Gegenfrage. Den Witz ein bisschen weiterspinnen. Bisschen mitspielen. 😀
„Ah…nee dann…“
„Zum Beispiel ‚wenn die Holzgleise fertig aufgebaut sind‘ oder so ^^“
„Ah..hehe. Nee dann…tschüss“
„Schade 🙂 Tschüss!!!“

Dialoge: Belial

„Wir machen uns Sorgen um unseren Belial. Er sagt, er wolle nurnoch ungewürztes Fleisch und den Saft der schwarzen Karotte zu sich nehmen.“
„Sie nennen ihren Sohn Belial?“
„Ja. Das ist sein Name.“
„Sie meinen, er nennt sich so?“
„Ja. Weil er so heißt.“
„Sie haben ihren Sohn Belial genannt?“
„Ja.“
„Also ist das der Taufname?“
„Taufe? (lacht etwas) Nein.“
„Nun…ich – denke, das ist nur eine Phase ihres Sohnes, das wird sich geben.“
„Meinen sie?“
„Aber ja.“
„Danke, Herr Doktor.“
„Ich bitte sie. – und ihr Sohn heißt wirklich Belial?“
„Ja.“
„Amtlicher Vorname?“
„Ja.“
„Belial?“
„Ja. Stimmt damit irgendetwas nicht?“
„Nein, nein.“
„Gut. Danke nochmal.“
„Gerne.“