Blogbuch: Die alte Hacienda

Wenn ich später mal auf einem Bauernhof in einer Art Kommune oder Sekte lebe, wird es eine Kuh geben, die „Hacienda“ heißt…ich sage dann immer „die alte Hacienda“ und finde das selbst am Komischsten, während andere – wenn überhaupt – nur etwas schmunzeln oder sogar genervt sind. Traum.

Land im Blick: Schweden

Schweden ist ein Land im Norden Europas zwischen Norwegen und Dänemark. Zusammen bilden sie mit verschiedenen Fjorden und Vulkanen das Gebiet Skandinavien. Mit der Fähre,

Aber genug davon. Schweden setzt sich politisch aus zwei konkurrierenden Zeitungen zusammen, dem Dagensblad und der Mitsonarposten. Hier werden schon bald wichtige Entscheidungen das Land betreffend diskutiert und im Parlament von verschiedenen Parteien angenommen. Traditionell wird in Schweden Wert auf interessante Entscheidungen getroffen, die in verschiedene Landesteile ausstrahlen u. Ihre Wirkung nicht verfehlen.

Die Natur ist sommerlich bunt, im Winter auch monatelang Schnee mit zugefrorenen Seeplatten. Elche und Bären prägen die Nahrungskette. Vögel und kleinere Pelznager stehen ihnen zur Verfügung. Die Wildgans kommt aus dem hohen Norden mit Holger Nilsson auf dem Gepäckträger.

Ohnehin mein Lieblingsthema: schwedige Literatur. Sie setzt sich aus Kriminalitätfiguren ungezähmter Provenience wie etwa Kommissar „Bären“ Beck oder Henning Mankells berührem Kapitän Wallander der den Fall löst zusammen. Doch auch das interessante Mädchen mit dem Tattoo hat eine schwierige Vergangenheit. Das zweite Standbein der Literatur ist quasi komplett Astrid aus Lönneberga, die u.a. vier Kinder aus Bullerbü, Pipip Landstrumpf, Ronja von Rönne, Salzletten auf Halskrokan und Anne Kaffeekanne komponiert hat. gut. Ihre Welt ist eine einzige Aneinanderreihung angenehmer Kindheitswitze, wo man aber auch als Nachkomme noch daherüber nachdenkt. Lesenswert.

Nun, Schwedens Küche kennt Aal wie Schweinebraten, besonders Kekse mit Blaubeermantel, Hot Dogs mit scharfer Elchsoße und Knötterboller mit Reis und Bratensoße sind außergewöhnlich beliebt. Damit die Einwohner von der stets reichhaltigen Nachtischkost nicht zu dick werden, gehen sie nach dem Duschen noch zum Sport. Fußball und Strandball sind neben Eishockey und Bockspringen die bevorzugten Arten.

Die Sprache ähnelt dem dänischen wie zwei Eier hintereinander. Es handelt sich ohnehin eigentlich um ein einzelnes Land, wo eine Fahne in zwei verschiedenen Farben ausgedruckt wurden. Schweden war geboren.

Insgesamt ist Schweden Dank seiner Urlaubsinseln und Attraktionen ein herausragendes Land, das sich seine 8/10 Landpunkte redlich verdienen kann.

Orangene Tauchringe

Ich hab mich mal wieder hingelegt, um mir Gedanken zu allgemeinen zeitgenössischen, aber auch schon älteren Themen zu machen und bin darüber kurz eingeschlafen. Wieder der Traum, wie ich lassoschwingend auf einem Wildschwein reite. Haben wir keine anderen Probleme? Im Freibad nehmen orangene Planschbälle und Tauchringe immer mehr zu. Keinen interessierts. Eine Gruppe von Badegästen konnte ich für das Thema sensibilisieren. Sie lassen sich auch nicht mehr für dumm verkaufen. Dass orangene Planschbälle und Tauchringe zunehmen, ist objektiv feststellbar und eine Sache unmittelbarer Erfahrung. Wir sind in der Gruppe dann so wütend geworden, dass jemand mit einem Messer einem Kind seinen orangenen Planschball zerstochen hat, leider zurecht. Wir sind keine Unmenschen, aber wir können auch Probleme nicht ignorieren. Sicher, Gewaltkriminalität ist in den letzten Jahren nicht explodiert, das sagen alle Statistiken, aber das lässt sich ja ändern und orangene Planschbälle und Tauchringe nehmen immer mehr zu, das ist ein Fakt, und es ist schlicht Fakenews, so zu tun, als sei alles in Ordnung. Ich habe jetzt auch immer Messer dabei und auf Twitter bin ich auch. Wahnsinn ist das alles.

In Montevideo

In Montevideo ist mir einmal etwas Seltsames passiert. Montevideo ist die Hauptstadt von Uruguay. Ich war im Barrio Flor der Maroñas auf der Avenida Luis Braille in einem dieser teilmotorisierten Gondeln unterwegs, in denen man mit mehr oder weniger heruntergelassenen Hosen zumeist von einem Ortskundigen zu den einschlägigen lokalen Bauchläden gefahren wird, an denen man kleine scharfe Eselswürste in Bananenblättern zu kaufen hat. Da war ich mitten in einen mir bizarr erscheinenden Umzug hineingeraten; der Gondelfahrer war schon einige Kreuzungen vorher abgesprungen, weshalb ich im Schritttempo durch riesige, bald haushohe Sagengestalten aus Segeltüchern und aufwendigem Maché, teils Meeresungeheuer, bedeutende Politiker, Tanzgruppen, überflüssige, zeitungslesende Hutträger und unheimlich laut spielende Trompetengruppen hindurchknatterte. Ich wagte allein aufgrund der Geräuschkulisse keineswegs, ein fragendes Wort an irgendjemanden zu richten, worum es sich hier wohl handele. Da öffnete sich vor mir ein besonders eindrucksvolles Umzugsgefährt oder fahrendes Wesen, das so eine Art riesiges Yak oder einen südamerikanischen Wasserbüffel darstellen sollte; öffnen in dem Sinne, dass die etwa litfaßgroßen Hinterbeine leicht auseinandergingen und sich ein großes dunkles Arschloch aus einer Art interessanter Wellpappe geformt ein stückweit öffnete und als hätte es jemand so gewollt, nahm meine führerlose Gondel plötzlich gefühlt (!) Fahrt auf – vielleicht wurde der große Büffel aber auch immer langsamer – und ich weiß nicht mehr genau warum, aber schicksalsergeben und auch etwas neugierig beugte ich mich etwas vor. Und mit einem Ruck war mein Kopf schließlich von hinten in den großen Ochsen eingedrungen und alles um mich herum war tiefschwarze Nacht, bis ich einige Tage später von der Feuerwehr von Montevideo den Umständen entsprechend befreit, gerettet wurde und meinen Urlaub sogar fortsetzte, als sei nichts gewesen.

Tagtraum: Im bequemsten Sessel

Tagtraum: sitze im bequemsten Sessel der Welt, um den zahme Waldhunde herumspringen und entscheide im Stile Salomons Streitfälle. Zum Beispiel sowas wie „König Benjamin, wir können uns nicht einig werden, was die bessere Fanta sei, Erdbeer oder Melone.“ „Ganz einfach, nimm diese Melone hier, schneide sie auf und trinkt je ein Glas von beiden Sorten (?!).“ Raunen, Beifall.

Milspe und Voerde

Dass „jeder Mensch Ausländer“ sei („fast überall“), bewahrheitet sich schön an dieser mir von meinem Vater, damals Gemeindepfarrer in Ennepetal, überlieferten Geschichte. Wie er zu einer älteren Dame gerufen wurde, die im Sterben zu liegen schien, dann aber wohl doch noch eine ganze Weile lebte, und die ihm ihre Lebensgeschichte erzählte, die damit (vorerst) endete: „Jetzt lebe ich schon 45 Jahre in Voerde und habe immernoch Heimweh nach Milspe.“