Idee für eine dieser Gründershows: das auffüllbare Bonbon.

Es handelt sich dabei um ein Behältnis in Bonbonform- und Größe (unterschiedliche Versionen verfügbar), das beim Lutschen vergleichbar etwa mit WC-Frische-Behältnissen sein wiederauffüllbares Inneres langsam durch winzige Öffnungen absondert, so dass man den vollen Bonbongeschmack hat, aber ohne dass das Bonbon verschwindet oder unangenehm klein wird. Und man kann es halt immer wiederbefüllen, Zuhause aus größeren Vorteilpacks (Versch. Sorten, Hustenbonbon, Frucht, Karamell, Energy etc) oder auch unterwegs, vgl. e-Zigaretten. Der Vorteil ist klar, es gibt nicht soviel Bonbonpapier. Wenn man das Bonbon mal versehentlich runterschluckt, geht es wegen seiner Form „gut durch“, man muss es dann nur einmal in die Spülmaschine geben etc. Werbespruch: „Das Bonbon, das super ist. Füll mich immer wieder auf. Hmmm ich bin umweltfreundlich *fickbewegungenmach“ und jetzt gebt mir das Scheißgeld oder ich erschieße Chico

Idee für ein Party- und Gesellschaftsspiel: „ICH NOMINIERE“

Das Spiel ist für 2-99 Personen und wird immer gerne gespielt. Wer an der Reihe ist, sagt „Ich nominiere…SIE!“ Und zeigt dabei auf einen anderen Mitspieler. Derjenige sagt dann: „Ich mache bei sowas eigentlich nicht mit, ABER GUT“. Und erzählt dann genau 4 Minuten etwas zu Themen wie Musik, Film und Hochgenuss. Danach muss die Person eine andere Person nominieren. Wer vergisst, zu sagen, dass er es eigentlich nicht spielt, ABER GUT, bevor er anfängt, hat verloren (vergleichbar mit „Schach“ und „letzte Karte Mau MAU“. Gewonnen haben alle, denn das Spiel ist hervorragend und bietet tiefe Einblicke in die Austauschbarkeit der anderen.

Idee für Tierhorror: OOZ

In garnicht ferner Zukunft gibt es einen Zoo, in dem fast nur robotische Tiere, täuschend echte Nachbauten mit standardisierten Handlungsabläufen zu sehen sind. Anfangs genießt der Zoo gewaltigen Besucheransturm, gerade auch Zookritiker haben für die Idee, nicht mehr echte Tiere sklavisch einzusperren, einiges übrig. Doch bald schon lässt das Interesse nach. Man merkt den Tieren dann doch zu sehr an, dass sie nicht echt sind, vor allem wenn man öfter da ist. Jetzt sind die Programmierer gefragt. Echte, lernfähige Tier-KIs sind zu teuer und auch noch verboten. Einfach ein paar neue Bewegungen oder Kunststücke einzuprogrammieren ist hingegen zu langweilig und wenig vielversprechend. Doch der neue Manager des Zoos, der von einem irren Vergnügungspark abgeworben wurde und alles zum Guten wenden soll, hat eine Idee. Was, wenn man die Zoogäste vor den Gehegen mit Steuerpulten selbst entscheiden lassen könnte, was die Tiere machen? Bei manchen sogar mit einer Art Joystick und interaktivem Hologramm von THINKING SUPERMACHINES (eine Referenz an „Jurassic Park“, 1993) komplett steuerbar? Die Idee wird gegen die üblichen Bedenken durchgesetzt und schlägt ein wie eine Bombe. Bis einer gemeingefährlichen Gamerclique mit ferngesteuerten Gorillas und Orang-Utans der Ausbruch aus dem Affengehege gelingt. Als erste Gäste von den Affen bzw den Gamern in ihrem Wahn zu Tode geprügelt werden, man aber nicht weiß, von wo aus die Bande das alles „abzieht“, übernehmen andere geübte Kinder die Steuerung über kampfgeeignete Tiere wie Adler, Löwe, Krokodil usw und kämpfen teils erfolgreich gegen die Affen. Am Ende gelingt es dem Krokodil, das von einem kleinen Mädchen gesteuert wird, die Gamerbande auf einer der Toiletten des Zoos aufzuspüren und es gibt ein krasses Blutbad.

Idee für Schlagertext: Wenn die Hasen Trauer tragen

(nicht so schmissig, eher andächtig-getragen, schon mit Verve, ma non troppo)

Wenn die Hasen Trauer tragen
und die Kinder mit den Fragen
sich vertrauensvoll hinwenden
zu den Kreuzem an den Wänden:

Warum stirbt man überhaupt,
warum ist das bloß erlaubt?!
Warum müssen wir denn gehen,
warum hilft kein Bitten, Flehen?!

WEIL DIE EIER SCHMIERIG WAREN
DURCHFALL 112 GEBAREN
KRANKENWAGEN, RETTUNGSGASSE,
JESUS FLOG DIE UNTERTASSE

(3x wiederholen)

Dann gesprochen: Eier sind die Familienjuwelen der Hühner. Wer jetzt kein Haus baut, tut es nimmermehr.

Idee: Selbstironisch eine Bank überfallen

Einfach so mit der üblichen Kluft in eine Volksbank-Filiale und sagen „so, ich will jetzt Geld abheben hier, aber nicht von meinem Konto, das ist schon überzogen“ – und dann, als die Azubis, die diese Woche die Filiale ganz alleine leiten dürfen, schon ganz erschreckt gucken, sagt man einfach „lol, man, das war selbstironisch“ – „Achsooo lol. Also doch kein richtiger Überfall“ – „Doch, doch. Aber selbstironisch.“ – „Ok, aber auch richtig mit Geld rausrücken“ – „Ja sicher. Ich brauche viel Geld, um die nächsten Banküberfälle finanzieren zu können“ – „lol das war wieder Selbstironie oder 😀“ – „Ja 😀 und jetzt her mit den Scheinen“ – „Aber gerne. Darf ich ein paar der Gags nachher bei Twitter posten? Vielleicht schaff ich’s damit auf Twitterperlen“ – „Logo.“

Idee für Kartenspiel: Leg dich nicht an

Ein klassisches Anlegespiel vergleichbar mit Elfer raus oder Rummy, nur dass man möglichst wenig Karten irgendwo anlegt und auch beim Spielen sich mit niemandem anlegt. Die Karten passen auch fast alle nicht zueinander, und wenn doch, ist man aber nicht gezwungen, auszuspielen, sondern kann sagen „ich lege mich nicht an“ und dafür drei neue Karten vom Stapel ziehen. Das Spiel endet oft damit, dass alle Spieler ein riesiges Blatt auf der Hand haben und irgendwann einsehen, dass die Runde quasi vorbei ist.

Idee für einen Horror-Roman/Thriller: HONEY

Ein alleinstehender, frühpensionierter Mann, der das Gefühl hat, außer durch das Posten von Meinungsartikeln (oft NZZ) und längeren Newskommentaren in sozialen Netzwerken der Gesellschaft nicht mehr so viel geben zu können, wie eigentlich möglich und auch nötig wäre, bemerkt eines Morgens, dass er aus seitlich an seinem Körper gewachsenen Drüsen eine Art Honig produziert. Zunächst ekelt er sich natürlich, überwindet sich dann aber an einem Tag, als keine Schokolade im Haus ist, einmal zu probieren – und jah, es ist köstlich. Geleé Royal-Qualität. Zunächst sich selbst versorgend, beginnt der Mann, den „Honig“ einen lokalen Supermarkt als regionale Spezialität zu verkaufen und es findet reißenden Absatz. Je mehr Honig er aus den Drüsen herausdrückt, umso größer werden sie und umso mehr produzieren sie auch. Der Mann isst säckeweise Zucker und teilweise Blüten oder zerriebene Tannenzapfen dazu, um den Honig zu aromatisieren. Das Geschäft brummt. Doch dann wird er einen Nachts von einer Bärenfamilie, die in sein Haus eindringt, übel zerfetzt. Durch die besondere Zusammensetzung des Honig mutieren die Tiere zu bizarren Bärenmenschen mit Bienenflügeln, die die gesamte Kleinstadt, in der der Mann gewohnt hat, ebenfalls übel zerfetzen. Gerettet wird die Stadt dann schließlich von einem Rentner, dessen Körper Nutella produziert (aber daraus kein großes Geschäft machen wollte). Er lockt die Bärenmonster mit seinem köstlichen Nutellageruch in einen alten Steinbruch und besiegt sie dort mit einem alten Maschinengewehr.