Blogbuch: PoMo-Kritiker

Besonders komisch an verschiedenen und sich doch oft sehr ähnelnden Gegenbewegungen zur Postmoderne (hier schlicht das Feindbild, an dem sich abgearbeitet wird) ist der Versuch, dem eine strenge Schärfe des Denkens entgegenzuhalten, die aber vor allem Ressentiment und Wut als Motor erkennen lässt, die jeweils rein subjektiv wohl mit großem Erfolg, objektiv betrachtet aber oft nur peinlich verschroben rationalisiert wird. Besonders klar wird in deren Ausführungen eigentlich immer nur, was sich gegen wen bäuchlings bzw auf einer emotionalen, sehr gerne persönlichen Ebene angestaut hat und was abgereiert werden muss; dann findet man in dem wütend Erbrochenen vielleicht ein paar nachvollziehbare Argumentbröckelchen gegen etwas oder jemanden, aber vor allem die persönlichen Unverdautheiten desjenigen und jede Menge Magensaft.

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